THEATER
„OPA, es reicht“
Lustspiel in 3 Akten von Bernd Gombold

VON CHARLY HAFNER mit allen Fotos

Wannweil. Bereits zum 14. Mal hat der SV Wannweil 1921 e.V. am 14. Januar 2023 zu seinem beliebten Theaterabend eingeladen. Die Eintrittskarten waren bereits nach wenigen Tagen verkauft. Was auch daran lag, dass die Vorstellung der Theatergruppe des Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Trochtelfingen, dieses mal wieder nur an einem Tag in Wannweil gespielt wurde.

Der Vorstand Walter Binder begrüßte pünktlich um 19 Uhr die rund 190 Zuschauer, Bürgermeister Dr. Christian Majer, die Darsteller und das Saalpersonal, das wieder für das leibliche Wohl sorgte, ganz herzlich.

Und danach konnte die Komödie mit seinen neun Darstellern*innen beginnen. Darunter waren auch zwei Debütanten, Tochter Sylvia (Sandra Sander) und der Unfallgegner Heinz (Timo Ströbele), die ihre Sache bereits prima machten.

Aber was geschah? Der geizigen Bäuerin Magda Schnäbele (Sabine Hack) gefällt der verschwenderische Lebenswandel, neues Motorrad, neues Handy, geplanter Urlaub in Italien und mehr, ihres Schwiegervaters Karl (Ecki Geisse) und zugleich Opa ihrer Tochter Sylvia (Sandra Sander) ganz und gar nicht. Und ihren Mann, den Bauer Paul (André Schiffer) der zunächst alles seinen Eltern gönnt, steckt sie mittlerweile auch mit ihrer Missgunst und Geiz an. Das alles, meint sie, schmälert ja ihr zu erwartendes Erbe. Und die zunehmend vergessliche und verwirrte Schwiegermutter Lena (Conny Geisse) trägt dazu noch viele Missverständnisse bei. Die bevorstehende goldene Hochzeit mit ihrem Mann Karl und dessen bevorstehender 75.Geburtstag begreift sie nicht und bringt alles durcheinander.

Vermeintlich verunglückt Opa Karl nachdem er, wie Bäuerin Magda meint, ihr Schwarzgeld gestohlen hat, mit dem Motorrad und liegt schwerverletzt im Krankenhaus. Das dort ist aber der richtige Einbrecher, der bei der Flucht mit Opas Motorrad einen Unfall gemacht hat. Alle meinen es sei Opa. Opa lebt aber, was nur seine Frau weiß und ihr keiner glauben will, unbemerkt in der Holzhütte auf dem Bauernhof. Und von dort aus zieht er alle Fäden und setzt die Tochter, die vom Studium in Italien schwanger heimkommt und deren „italienischen und evangelischen“ Freund Thomas (Patrick Hack), der allerdings katholischer Schwabe aus Reutlingen ist, für seine taktischen Spielchen ein. Es gibt viel Durcheinander, Ängste wegen angedrohter Haft, Steuerhinterziehung usw.

Und auch das vom Motorradfahrer/Einbrecher zu Schaden gekommene Stadt-Pärchen Heinz (Timo Ströbele) und Lore (Anna Rist) hat sich auf dem Hof einquartiert und fordert Schadenersatz. Sie können nicht weiterfahren, ihr Auto und Wohnwagen sind demoliert. Ach ja, dann ist da auch noch Edeltraut (Susanne Klingenstein) eine Versicherungsvertreterin. Oder verkauft sie Staubsauger oder Zeitschriften. Man weiß es nicht so genau, was sie am Hof sucht.

Bis dann Opas Enkelin Sylvia endlich genug von seinen vielen Spielchen hat und sagt: „Opa, es reicht“. Opa hat aber mit seinen Spielchen, Briefchen, Anrufen und sonstigen   und heftigen Manipulationen und Manövern erreicht, dass alle am Ende wieder auf eine normalere Ebene im Zusammenleben kommen. Da offenbarte sich dann auch die Versicherungsvertreterin Edeltraut, dass in einem Tag zum 75. Geburtstag von Opa Karl eine Lebensversicherung über 250.000 Euro ausgezahlt wird. Davon bekommt die Enkelin, ihr Freund und das erwartete Kind einen Teil und vielleicht bleibt dann auch für Schwiegertochter Magda und Sohn Paul noch etwas davon zum Erben übrig.

So war es „wie immer“, ein Komödienfeuerwerk mit allem Drum und Dran zum Schluss und natürlich auch wie immer unter viel Gelächter und großem Applaus.

Am Ende der Dank allen Darstellern, dem Publikum und den anderen helfenden Händen, die zum Wohle der Gäste sorgten. Besonders auch den Mitarbeitern hinter den Kulissen, wie Regisseurin Anja Müh, dem Team von Dirk Müh-Friseure, Kulissenbau Ewald Klingenstein, André Schiffner und dem Hausmeister der Gemeindehalle für die Technik, Dennis Geisse verantwortlich für guten Ton- und ausreichend Licht.

Die Freude auf das nächste Theater, beim SV Wannweil 1921, voraussichtlich am 13. Januar 2024, sollte man sich schon mal vormerken. Genauer Termin und Kartenvorverkauf wird im Gemeindeboten rechtzeitig bekannt gegeben.